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  • »grisu« ist männlich

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31

Samstag, 4. Februar 2012, 16:35

Hallo Bernhard,
Ein Differential ist dafür ausgelegt Drehzahlunterschiede auszugleichen, und das macht es auch recht zuverlässig. Es gibt sogar welche, die ständig mit unterschiedlichen Drehzahlen laufen, z.B. Zentraldifferentiale beim Allradantrieb.

Die Unterschiede in einer Kurvenfahrt sind teilweise enorm, die 5-8 % ist da ein Klacks dagegen. Da geht auf einer wirklich kurvigen Strecke (manche, die nicht in den Alpen oder in Norwegen oder Schottland gewesen sind, können sich so eine Strecke wahrscheinlich gar nicht vorstellen) auch nicht gleich alles hopps. Und daß es bei Geradeausfahrt keine Drehzahlunterschiede gibt, ist einfach nicht korrekt, die Reifen sind nie 100 % identisch, und auch schon geringe Luftdruckunterschiede wirken sich da aus, geschweige denn Eingriffe der Elektronik in die Rotationsgeschwindigkeit, die Belagbeschaffenheit etc.

Also locker bleiben, es wird nicht so heiß gegessen, wie es hier im Forum oft gekocht wird ;~)

Grüße - Bernhard


okay, ein Zentraldifferential ist für größere Ausgleichsaufgaben ja konzipiert. Achsdifferentiale sind da nicht vergleichbar.
Aber, wie kommst Du auf Werte von 5-8% ?
Und wie groß sind Deiner Meinung nach die Diffrenzen bei der Geradeausfahrt?
Grüße vom neugierigen
Grisu

  • »ALWAG« ist männlich

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32

Samstag, 4. Februar 2012, 18:07

Hat ja auch keiner gesagt dass du mit dem Ersatzrad von Thessaloniki bis nach Bremen fahren solltest.
Einfach den gesunden Menschenverstand einsetzen und das NOTrad auch als Notrad nutzen.
Sorry fuer meinen Kommentar, aber es musste einfach mal sein.
Tell
Hallo Tell,

das habe ich eh nicht gemeint, daß das jemand macht. ;) Aber, wenn es so schnurzegalwurscht ist, warum schreibt dann in solchen Fällen jeder Hersteller Beschränkungen (Reichweite, Geschwindigkeit) vor? :rolleyes: ?(

Handtuch

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  • »Handtuch« ist männlich

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33

Sonntag, 5. Februar 2012, 01:50

wenn es so schnurzegalwurscht ist,

Ist es ja nicht. Der Unterschied im Reifenumfang erzeugt eine erhöhte Belastung des Antriebs. Das Versucht der Hersteller zu minimieren, indem die Verwendung von Noträdern beschränkt wird. Je extremer das Notrad von den normalen Rädern abweicht, desto vorsichtiger sollte man es einsetzen. Mal abgesehen davon, dass das Fahrverhalten negativ beeinflusst wird (Kurvenverhalten, Notbremsungen, ...).
__________________________________________________________
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  • »ALWAG« ist männlich

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34

Sonntag, 5. Februar 2012, 20:37

Hallo Handtuch.
Naja, ich mach mir ja nur deswegen Gedanken, weil in vorhergehenden Beiträgen, eine Belastung des Diffs mehr oder weniger bagatellisiert und als relativ unerheblich hingestellt wurde. :rolleyes:

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35

Sonntag, 5. Februar 2012, 22:16

Wenn man weiß wie ein Differential funktioniert, dann weiß man auch, daß da drin sowieso nie Ruhe ist, auch nicht bei Geradeausfahrt. Ist ein Reifen etwas kleiner, ändert das so wenig, daß ich jedenfalls keine Bedenken hätte, damit quer durch Europa zu fahren.
Eine ganz andere Sache ist die, daß das Notrad ja auch noch deutlich schmaler ist. Da dürfte die Elektronik ganz schön was zum Regeln haben, egal ob man zügig anfährt, heftig bremst oder auch nur schnell in die Kurve geht. Trotz aller Regelung gilt weiterhin die Physik, es verlängert sich also der Bremsweg und vermindert sich die mögliche Kurvengeschwindigkeit ganz erheblich. DAS wäre für mich dann der wirkliche Grund, erstens langsam und vorsichtig zu fahren, und zweitens nicht weiter als unbedingt notwendig. Was ist eigentlich mit dem Lastindex vom Notrad? Ich kann nicht nachsehen, unter meinem selbstgebauten Ladeboden wohnt momentan ein Sommerrad...

Chuck Norris kann Drehtüren zuschlagen.


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BernhardJ (06.02.2012)

  • »woody« ist männlich

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36

Montag, 6. Februar 2012, 10:29

Der Lastindex spielt keine Rolle, da es sich beim Notrad, zumindest bei meinem, von Skoda gelieferten, um ein ganz normales Rad handelt.
Nur daß der Reifen auf einer Stahlfelge montiert ist und eine Dimension aufweist, die für den Yeti nicht zugelassen ist. Daher ist es auch als "Notrad" gekennzeichnet.
Das ist auch der Grund warum es nur mit 80Kmh und nur in Notfällen, die unbedingt notwendige Strecke, gefahren werden darf.

Betreffend Differential:
Mal ein kleines Rechenbeispiel zum nachdenken:
Notrad 195/60-16" Abrollumfang 194,7cm
Standardrad 215/55-16" Abrollumfang 195,4cm = Differenz 0,4% EDIT: die /55 sind nicht der Standard sondern /60
Winterrad 205/55-16" Abrollumfang 192,1cm = Differenz -1,3%
Sommerreifen 225/50/17 Abrollumfang 199,7cm = Differenz +2,6%

Wendekreis des Yeti ca 10m - Spurweite ca. 1,50m
Weg des äusseren Rades ca. 31,4m, Weg des inneren Rades ca, 26,69m = Differenz innen zu aussen ca 17,64%

Was das Fahrverhalten betrifft.
Wenn Du im Winter einen (vollwertigen) Sommerreifen oder umgekehrt im Sommer einen Winterreifen als Reserverad verwendest hast Du das gleiche Problem.

Im übrigen solltest Du auch an die STVO denken,
Das Fahren von Reifen unterschiedlicher Dimension oder Bauart ist verboten!
Also nichts mit Reserverad quer durch Europa. ;)

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BernhardJ

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37

Montag, 6. Februar 2012, 15:05

Aber, wie kommst Du auf Werte von 5-8% ?


Bei einem Radstand von rund 1,5 m und einem Wendekreis von rund 10,5 m sind es sogar zwischen 30 und 40 % (!) je nach Bezugsgröße.

Die 5...8 % bezogen sich dagegen ursprünglich auf die Rotationsdifferenz zwischen einem normalen Rad und einem Notrad oder Reserverad unterschiedlicher Größe bei Geradeausfahrt.

Grüße - Bernhard
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Ein Problem mit mehreren Unbekannten löst man am besten mit einer Bekannten

Verbrauch: Ungefähr etwa circa geschätzt, gerundet und kaffesatzgelesen so um die 6...11 Liter laut dem Bordschwindler. Selbstgerechnet ca. halber Liter mehr.

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38

Montag, 6. Februar 2012, 15:25

Weg des äusseren Rades ca. 31,4m, Weg des inneren Rades ca, 26,69m = Differenz innen zu aussen ca 17,64%


Das stimmt nicht. Wenn der Weg des äußeren Rades 31,4 m ist, so ist der Weg des inneren Rades dabei 22 m, da der Durchmesser der beiden Reifen-Wendekreise sich um 3 m (das Doppelte des Radstandes) unterschiedet und für das innere Rad dan 7 m beträgt und für das äußere 10 m. Also Differenz Prozentual 30 bzw. 40 % je nachdem ob man sie (die Differenz) auf das äußere bzw. innere Rad bezieht.

Grüße - Bernhard
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Montag, 6. Februar 2012, 16:04

Betreffend Differential:
Mal ein kleines Rechenbeispiel zum nachdenken:
Notrad 195/60-16" Abrollumfang 194,7cm
Standardrad 215/55-16" Abrollumfang 195,4cm = Differenz 0,4%
Winterrad 205/55-16" Abrollumfang 192,1cm = Differenz -1,3%
Sommerreifen 225/50/17 Abrollumfang 199,7cm = Differenz +2,6%


Kleines Fehlerchen bei dieser Aufstellung: Standardrad ist nicht 215/55-16, sondern 215/60-16.
Dehalb ist der Abrollumfang dieser Konfiguration grösser als auch z.B. 225/50-17

  • »grisu« ist männlich

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40

Montag, 6. Februar 2012, 18:05

Hallo,
hier mal meine Berechnung:
Zugrunde liegen folgende Werte:
Reifen215/60R16 errechneter Umfang dieses Rades 2,08m
Wendekreis laut Prospekt: 10,3m
Spurbreite(nicht Radstand) 1,54m
Das bedeutet, das äußere Rad legt bei der engsten Kurve einen Weg von32,35m zurück,
das innere Rad einen Weg von 27,52m. Ergibt eine Differenz von 4,83m.
Das wiederum bedeutet, dass bei einem Vollkreis( wieviele Kurven gibt es mit 360°?) das Differential 2,3 Radumdrehungen ausgleichen muss.
Oder rechne ich hier falsch?

Gruß
Grisu

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41

Montag, 6. Februar 2012, 18:26

Trotz aller Regelung gilt weiterhin die Physik, es verlängert sich also der Bremsweg und vermindert sich die mögliche Kurvengeschwindigkeit ganz erheblich. DAS wäre für mich dann der wirkliche Grund, erstens langsam und vorsichtig zu fahren, und zweitens nicht weiter als unbedingt notwendig.
Hallo Harry App.

Das ist mir schon klar, daß man mit einer solchen Trenscheibe punkto Fahreigenschaften die Ar***karte hat. Es ging mir bei den Fragen nur ums Diff.

BernhardJ

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42

Montag, 6. Februar 2012, 18:27

das innere Rad einen Weg von 27,52m


An dieser Stelle machst Du den gleichen Fehler wie Woody.

Wenn der äußere Kreis 10,30 m Durchmesser hat, so hat der innere Kreis einen Durchmesser von (für Dich hab' ich's hier nachfolgend ganz genau auf'n cm gerechnet) 10,30 m minus ZWEIMAL die Spurweite 1,54 m also gleich 7,22 m.

Da hilft vielleicht für's Verständnis eine kleine Skizze der beiden Wendekreise - mit dem Auto inkl. seiner Spurweite drauf ;~)

Grüße - Bernhard
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43

Montag, 6. Februar 2012, 18:41

Hallo Bernhard
Stimmt - Danke für die Korrektur.
Hätte wohl doch die Hauptschule anstatt der Baumschule besuchen sollen, Bäume haben keine Innendurchmesser. :D
Woody

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BernhardJ (06.02.2012)

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44

Montag, 6. Februar 2012, 18:50

Trenscheibe


Das Yeti Notrad ist alles andere als eine "Trennscheibe", nämlich ein schon recht vernünftiges Rad der Größe 195/60 R16 (Durchmesser ca. 64 cm, also nur ca. 4 % kleiner als das "größte" 215/60 R16). Damit ist es nicht zu vergleichen mit z.B. einem "lebensgefährlichen" dünnen Golf-Noträdchen der Größe 125/70 R16 (Durchmesser 58 cm) - das ist eine Trennscheibe.

Mit dem Yeti-Notrad kommt man schon ganz schön weit, und ich hätte aus technischer Sicht überhaupt keine Bedenken mit diesem Rad z.B. auch kurze Strecken mit 120 km/h auf der Autobahn zurückzulegen. Wie gesagt "nur aus technischer Sicht", die StVZO mal ausgeklammert.

Grüße - Bernhard
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Montag, 6. Februar 2012, 19:18

Hallo Bernhard,
stimmt , da muss man mit dem Durchmesser und nicht mit dem Radius rechnen. das bedeutet dann 4,6 Umdrehungen Differenz beim Vollkreis, bei einem Viertelkreis 1,1Umdrehungen des Differentialzahnrades. Also doch recht wenig.
Mit dem Notrad sieht das schon ganz anders aus, Gruß
Grisu