So, andernorts kopiert, um nicht alles nochmal schreiben zu müssen...
Ich habe meinen Yeti jetzt seit einer Woche und heute die 1.000 vollgemacht. Die letzten paar km habe ich nun angefangen, ihn mal ein bisschen zu "quälen". Beschleunigen mit Kickdown, aus 80 im 6. Hochziehen bis 120 u. ä. Mein voriger (C220 CDI) hatte mit 143 PS und 350 Nm vergleichbare Leistung - auf dem Papier. In der Praxis kommt mir der Yeti dagegen etwas lahm vor. Der Durchzug von 120 auf 140 ist nicht so stark wie beim Benz, Beschleunigen ab 140 eher zäh. Das ist natürlich relativ, jemand, der die AMG-Version von meinem fährt, mag den normalen CDI als Verkehrshindernis ansehen
Das
DSG schaltet weich und unbemerkt, ohne Ruckeln, das konnte die Benz 5-Gang Automatik aber auch schon, die 7G-Tronic in den neuen Fahrzeugen auch. Ich will damit nicht das
DSG mies machen, aber es kostet halt 1.700 € Aufpreis und sollte damit auch Stand der Technik sein. Ist es bisher auch. Jetzt muß es noch 100.000 km ohne Ausfall halten...
Etwas ungewohnt ist das Schaltsystem. Eine normale Automatik sperrt auf Wunsch die oberen Gänge. Wenn man 1 einstellt, fährt der Wagen bis in den Begrenzer. Andererseits kann man mit W einen Wintermodus einstellen, der im 2. anfährt. Das
DSG läßt zwar zu, Gänge manuell einzustellen, schaltet dann aber ggf. doch, wenn das Drehzahlniveau oder das Programm es so vorgeben. Ob Anfahren im 2. geht, habe ich noch nicht probiert, und ob es überhaupt nötig ist, werde ich im nächsten Winter sehen, immerhin habe ich jetzt Frontantrieb und ggf. Allrad. Auf der Haben-Seite steht beim
DSG die Möglichkeit, manuell zu schalten. Das ist bei mir wie mit dem Parklenkassistenten - nice to have, aber benutzt man kaum. Einzig die Variante, bei 60 den 6. als Overdrive zum Spritsparen zu nutzen, hat vielleicht mal einen praktischen Nutzen, ansonsten kommt es ganz gut ohne mich zurecht
Der Verbrauch ist wie erwartet. Beim Bummeln auf der Landstrasse kommt man auf 5,8 l, in der Stadt auf 7,5 -8,5 l, je nach Verkehr. Auf der Autobahn kam ich heute auf 7 l, ab 140 trinkt er zügiger, aber das werde ich erst wissen, wenn ich mal längere Strecken schnell gefahren bin. Mit Musik an hört man nicht viel vom Motor, telefonieren bei 120 ist kein Problem.
Mir war klar, daß ich mit dem Schrankwand-Design weniger Endgeschwindigkeit, etwas mehr Geräusche, aber auch eine bequemere Sitzposition haben werde, aber etwas mehr Durchzug bis 140 hätte ich mir schon gewünscht. Anyway, ich halte den Yeti für absolut praxistauglich, und auch der Motor zählt dazu. Zumindest habe ich mich gegen einen GLK entschieden, der bei gleicher Ausstattung rund 20 k€ mehr gekostet hätte.
Die 30.000 km Inspektionsintervalle sind nett, aber bei meiner Fahrleistung wird wohl die 2-Jahresfrist greifen.
Alles andere am Yeti funktioniert bisher tadellos (und ich habe so ziemliches alles außer Navi und Isofix am Vordersitz). Das Auto fährt sich locker und entspannt, hat reichlich Platz für 4 Leute, sieht innen wie außen schick aus. Jetzt da noch irgendwo ein Haar in der Suppe zu suchen (Stichwort: mehr Licht im Kofferraum) halte ich für unangemessen.
Das vermeintliche "Flattern" der Motorhaube ist mir übrigens heute auch aufgefallen. Ich habe aber das Gefühl, daß man durch die straffe Federung selbst etwas bei Fahrbahnunebenheiten zittert und die Spiegelungen in der Haube dann diesen Effekt vortäuschen.